Erpressung mit Google-Bewertungen trifft Unternehmen oft völlig unerwartet. Plötzlich kommen viele 1-Stern-Bewertungen in kurzer Zeit. Kurz danach meldet sich jemand per Anruf oder WhatsApp und fordert Geld, damit es aufhört.
Hier ist es nun wichtig ruhig zu bleiben und strukturiert vorzugehen. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, woran Sie die Masche erkennen, was Foren und Communitys dazu berichten und welche Maßnahmen sich in der Praxis bewährt haben.
Die folgenden Informationen dienen der Orientierung und basieren auf praktischen Erfahrungen. Sie stellen keine rechtliche Beratung dar. Für eine rechtliche Bewertung Ihres individuellen Falls empfehlen wir, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren.
Kurzzusammenfassung
- Erpressung mit Google-Bewertungen trifft Unternehmen oft aus dem Nichts. Es gibt jedoch typische Hinweise, die darauf hindeuten, dass es nicht nur eine unglückliche Häufung ist, sondern ein Muster dahintersteckt.
- Wichtig ist vor allem: Zahlen Sie nichts und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Reagieren Sie nicht in Panik, sondern bleiben Sie ruhig und gehen Sie Schritt für Schritt vor.
- Dazu gehört, die Situation sauber zu dokumentieren, Beweise zu sichern und die passenden Meldungen an Google zu machen. Je klarer Sie das aufbereiten, desto besser lässt sich der Vorgang prüfen.
- Wenn Ihnen dafür Zeit oder Kapazität fehlen, kann externe Unterstützung sinnvoll sein. Eine Agentur wie die Unicorn Factory übernimmt die strukturierte Aufbereitung und begleitet die Kommunikation mit Google.

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Woran Sie die Masche erkennen
Zu Beginn sieht es häufig so aus, als wäre es einfach nur eine unglückliche Häufung. In der Praxis gibt es aber ein paar typische Anzeichen. Je früher Sie das Muster erkennen, desto besser können Sie reagieren.
- Viele 1-Stern-Bewertungen in kurzer Zeit: Wenn innerhalb weniger Stunden oder Tage plötzlich mehrere schlechte Bewertungen auftauchen, ist das auffällig. Vor allem dann, wenn das nicht zu Ihrem normalen Bewertungsverlauf passt.
- Die Bewertungen sind sehr allgemein oder unlogisch: Häufig stehen nur kurze Aussagen drin wie „schlecht“ oder „nicht zu empfehlen“. Oft fehlen konkrete Details, die ein echter Kunde nennen könnte. Manchmal passt der Inhalt auch nicht zu Ihrer Leistung.
- Die Bewerter sind für Sie nicht nachvollziehbar: Sie können die Personen keinem Auftrag, keinem Gespräch und keinem Termin zuordnen. Wenn Sie das Bewertungsprofil anklicken, wirkt es zudem manchmal nicht eindeutig zugehörig: wenig Informationen, ungewöhnliche Namen oder Bewertungen in ganz anderen Regionen. Solche Auffälligkeiten sind kein Beweis, aber in Kombination mit einer Geldforderung ein deutliches Warnsignal.
- Es gibt einen direkten zeitlichen Zusammenhang: Kurz nach den Bewertungen kommt der Kontakt: per Telefon, SMS oder WhatsApp. Und dann fällt der Satz: „Zahlen Sie, dann hört das auf“ oder „Zahlen Sie, dann entfernen wir das“. In vielen Fällen erfolgt der Kontakt über ausländische oder nicht eindeutig zuzuordnende Telefonnummern. Das allein ist kein Beweis, verstärkt aber in Kombination mit anderen Auffälligkeiten den Verdacht.
- Es wird Druck aufgebaut: Typisch sind Drohungen wie „Das geht weiter“ oder „Wir können noch mehr Bewertungen posten“. Oft wird auch eine kurze Frist gesetzt, damit Sie schnell entscheiden.
- Mehrere Bewertungen wirken auffällig ähnlich: Ton, Wortwahl oder Aufbau wiederholen sich, oder die Bewertungen erscheinen in einem ungewöhnlichen Rhythmus. Das ist kein Beweis, aber ein weiteres Indiz.
Wenn mehrere dieser Punkte zusammenkommen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich nicht um echte Kundenerfahrungen handelt, sondern um Druck von außen. Wichtig ist dann nicht hektisch zu werden, sondern strukturiert vorzugehen.
Diskussionen und Warnungen in Foren
In Online-Foren und Communitys berichten immer mehr Unternehmen von ähnlichen Fällen. Häufig ist das Muster sehr ähnlich wie oben beschrieben: Innerhalb kurzer Zeit erscheinen mehrere negative Bewertungen, und kurz darauf folgt eine Kontaktaufnahme, oft mit einer Geldforderung, damit „Ruhe“ ist.
Das Wichtigste daran: Sie sind mit dem Problem nicht allein. Die Berichte kommen aus unterschiedlichen Branchen und Regionen. Das spricht dafür, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt, sondern um eine bekannte Masche, die gezielt Unternehmen mit Google-Unternehmensprofilen trifft.
Für Sie ist das vor allem aus einem Grund hilfreich: Wenn Sie das Muster erkennen, können Sie ruhiger und strukturierter reagieren. Genau darum geht es in den nächsten Abschnitten.
Was Sie auf keinen Fall tun sollten
In dieser Situation ist der größte Fehler, aus Druck oder Angst heraus zu handeln. Auch wenn es schwerfällt: Bestimmte Reaktionen verschlimmern das Problem oft, statt es zu lösen.
- Nicht zahlen: Auch wenn es verlockend wirkt, schnell Ruhe zu bekommen: Zahlen Sie kein Geld. In vielen Fällen hören die Bewertungen dadurch nicht auf, sondern nehmen erst recht zu. Zudem signalisieren Sie, dass Sie erpressbar sind.
- Nicht in Panik am Profil arbeiten: Ändern Sie nicht unüberlegt Name, Kategorie, Adresse oder andere wichtige Angaben im Google-Unternehmensprofil. Solche Änderungen können zusätzliche Prüfungen auslösen und die Situation weiter verschärfen.
- Nicht öffentlich eskalieren: Vermeiden Sie emotionale oder vorwurfsvolle Antworten unter den Bewertungen. Öffentliche Diskussionen oder Anschuldigungen bringen selten etwas und können potenzielle Kunden zusätzlich verunsichern. Eine kurze, sachliche Antwort ist aber in Ordnung.
- Nicht vorschnell reagieren: Antworten Sie nicht unter Druck auf Nachrichten oder Anrufe. Jede Reaktion kann dazu führen, dass der Kontakt weitergeht oder neue Forderungen gestellt werden.
Im nächsten Schritt zeigen wir Ihnen, welche Maßnahmen sich in der Praxis bewährt haben und wie Sie jetzt sinnvoll vorgehen können.
Empfohlene Maßnahmen
Wenn Sie Anzeichen für Bewertungserpressung erkennen, ist ein strukturiertes Vorgehen entscheidend. Ziel ist es, den Fall sauber zu dokumentieren, richtig zu melden und weiteren Schaden zu begrenzen.
- Beweise sichern: Dokumentieren Sie alle Auffälligkeiten sorgfältig. Dazu gehören Screenshots der Bewertungen, Uhrzeiten, Profilnamen sowie mögliche Kontaktaufnahmen per Telefon, SMS oder WhatsApp. Je klarer der zeitliche Zusammenhang erkennbar ist, desto besser.
- Den Vorgang strukturiert aufbereiten: Erstellen Sie eine kurze Übersicht: Wann sind die Bewertungen erschienen? Wann erfolgte die Kontaktaufnahme? Welche Forderung wurde gestellt? Diese Struktur hilft später bei der Prüfung durch Google oder andere Stellen.
- Bewertungen einzeln melden: Melden Sie jede auffällige Bewertung direkt über Ihr Google-Unternehmensprofil. Wählen Sie dabei einen sachlichen Grund und bleiben Sie bei Ihrer Darstellung konsistent.
- Google gezielt informieren: Neben der einzelnen Meldung der Bewertungen sollte der Fall gesammelt an Google weitergegeben werden.
- Ruhige und einheitliche Kommunikation: Eine kurze, neutrale Antwort auf die Bewertungen kann helfen, weil potenzielle Kunden sehen, dass Sie reagieren. Wichtig ist, ruhig zu bleiben und keine öffentlichen Diskussionen zu starten. Formulieren Sie knapp, dass Sie die Bewertung keinem Auftrag zuordnen können und bitten Sie echte Kunden um Kontaktaufnahme über Ihre offiziellen Kontaktwege.
- Profil stabil halten: Nehmen Sie während der Prüfung möglichst keine größeren Änderungen am Google-Unternehmensprofil vor. So vermeiden Sie zusätzliche Prüfungen oder Verzögerungen.
Liegt eine konkrete Geldforderung vor, kann es sinnvoll sein, rechtliche Schritte zu prüfen. In vielen Fällen agieren die Verursacher anonym oder aus dem Ausland, sodass eine direkte Ermittlung oft schwierig ist. Auch wenn eine Strafanzeige meist keinen direkten Einfluss auf Google hat, kann sie helfen, den Vorgang intern sauber zu dokumentieren und einzuordnen.
Das sind die nächsten Schritte
- Situation einordnen: Prüfen Sie die genannten Punkte und schauen Sie, ob das Muster bei Ihnen tatsächlich vorliegt. Manchmal steckt hinter einzelnen negativen Bewertungen auch einfach ein unglücklicher Zufall. Auffällig wird es vor allem dann, wenn viele Bewertungen in kurzer Zeit auftauchen und zusätzlich Druck aufgebaut wird.
- Fehler vermeiden: Geraten Sie nicht in Panik! Zahlen Sie kein Geld und reagieren Sie nicht aus dem Bauch heraus. Ändern Sie keine Profildaten und vermeiden Sie aggressive oder emotionale Antworten unter den Bewertungen. Ruhig bleiben ist hier oft der wichtigste Schritt.
- Strukturiert vorgehen: Sehen Sie sich die Situation in Ruhe an und dokumentieren Sie alles sauber. Sichern Sie Beweise, melden Sie die auffälligen Bewertungen und geben Sie den Vorgang gesammelt an Google weiter. Je klarer Ihre Unterlagen sind, desto besser lässt sich der Fall prüfen. Je nach Situation kann es außerdem sinnvoll sein, rechtliche Schritte zu prüfen.
- Unterstützung holen: Wenn Sie keine Zeit oder keine Kapazität haben, Beweise zu bündeln und den Kontakt mit dem Support konsequent zu führen, kann externe Unterstützung helfen. Eine Agentur wie die Unicorn Factory übernimmt die strukturierte Aufbereitung, unterstützt bei der Kommunikation mit Google und bleibt am Prozess dran, damit Ihr Profil möglichst schnell wieder stabil läuft.

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Häufig gestellte Fragen zum Thema Erpressung mit Google Bewertungen
In manchen Fällen handelt es sich nicht um echte Kundenerfahrungen, sondern um Bewertungen, die gezielt als Druckmittel eingesetzt werden. Auffällig wird dies vor allem dann, wenn mehrere Bewertungen in kurzer Zeit erscheinen und kein Bezug zu realen Aufträgen erkennbar ist.
Eine kurze, sachliche Antwort kann sinnvoll sein, damit potenzielle Kunden sehen, dass Sie reagieren. Wichtig ist, ruhig zu bleiben und keine öffentlichen Diskussionen oder Vorwürfe zu formulieren. Die Antwort sollte immer neutral und knapp gehalten werden.
Melden Sie die Bewertungen direkt im Google-Unternehmensprofil und dokumentieren Sie parallel alle Auffälligkeiten (z. B. Zeitpunkt, Profilnamen, Text). Zusätzlich ist es sinnvoll, den Vorgang gesammelt an Google weiterzugeben, damit der Kontext klar wird und nicht nur einzelne Bewertungen isoliert betrachtet werden.
Das ist leider sehr unterschiedlich. In manchen Fällen geht es schnell, in anderen dauert die Prüfung länger. Entscheidend ist, dass Sie den Vorgang sauber dokumentieren und konsistent melden, damit Google den Fall besser prüfen kann.
Ja. Die Unicorn Factory unterstützt Unternehmen bei der strukturierten Aufbereitung des Falls, der Sicherung von Beweisen sowie bei der Kommunikation und Eskalation gegenüber Google. Wichtig: Wir bieten keine Rechtsberatung an und ersetzen diese auch nicht. Unsere Unterstützung ist strategischer und technischer Natur und konzentriert sich auf das Google-Unternehmensprofil sowie die saubere Darstellung des Sachverhalts gegenüber Google.











